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	<title>the Elefan!s</title>
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	<description>Join the Elefan!s - do the Eledance</description>
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		<title>Afrikanischer vs. Asiatischer Elefant</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 11:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elefans</dc:creator>
				<category><![CDATA[blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Neben ihren schon in den Namen sichtbaren unterschiedlichen Lebensräumen gibt es auch sonst teils massive Unterschiede zwischen dem Afrikanischen und dem Asiatischen Elefanten.
Während die in der afrikanischen Steppe lebenden Elefanten anatomisch um einiges größer sind als ihre asiatischen Kollegen, gibt es auch große Differenzen in der Ernährung. Der Afrikanische Elefant ernährt sich hauptsächlich von Blättern, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neben ihren schon in den Namen sichtbaren unterschiedlichen Lebensräumen gibt es auch sonst teils massive Unterschiede zwischen dem Afrikanischen und dem Asiatischen Elefanten.</p>
<p>Während die in der afrikanischen Steppe lebenden Elefanten anatomisch um einiges größer sind als ihre asiatischen Kollegen, gibt es auch große Differenzen in der Ernährung. Der Afrikanische Elefant ernährt sich hauptsächlich von Blättern, daher hat er sich im Zuge der Evolution auch von der Größe stärker verändert als sein asiatisches Pendant. Diese fressen hauptsächlich Gräser und mussten sich daher weniger an ihre Umwelt anpassen. Um die meist über ihnen befindlichen Blätter von den Bäumen besser greifen zu können, haben die Afrikanischen Elefanten zudem einen zweiten &#8220;Finger&#8221; an ihrem Rüssel entwickelt, während die Asiatischen nur einen haben.</p>
<p>Der optisch herausragendste Unterschied zwischen beiden Elefantenarten befindet sich direkt am Kopf &#8211; die Ohren und die Stoßzähne. Da es in der afrikanischen Steppe nur sehr wenige Möglichkeiten gibt, sich vor der Sonne zu schützen, regulieren die dort lebenden Elefanten ihre Körpertemperatur hauptsächlich durch das Wedeln mit den Ohren, um sich so zumindest etwas Kühlung durch Wind zu verschaffen. Stoßzähne hat der Afrikanische Elefant deshalb, weil er in den immer wiederkehrenden Trockzeiten damit nach Wasserlöchern gräbt. Der meist in feuchten Dschungeln lebende Asiatische Elefant brauch keine Stoßzähne, um auf Wassersuche zu gehen. Daher sind sie vor allem bei den Elefantenkühen meist zurückgebildet oder fehlen ganz.</p>
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		<title>Die &#8220;Jungbullen-WG&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 11:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elefans</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist ein ehrgeiziges, aber auch revolutionäres Projekt des Tiergarten Heidelberg, ein Elefantenhaus nur für Jungbullen zwischen vier und zwölf Jahren zu schaffen. Dieses Alter könnte man bei Asiatischen Elefanten ohne Weiteres als Pubertät bezeichnen, in dem es ihnen durch ihre Entwicklung nur schwer möglich ist, in einer Herde mit Elefantenkühen und älteren Bullen zusammen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ein ehrgeiziges, aber auch revolutionäres Projekt des Tiergarten Heidelberg, ein Elefantenhaus nur für Jungbullen zwischen vier und zwölf Jahren zu schaffen. Dieses Alter könnte man bei Asiatischen Elefanten ohne Weiteres als Pubertät bezeichnen, in dem es ihnen durch ihre Entwicklung nur schwer möglich ist, in einer Herde mit Elefantenkühen und älteren Bullen zusammen zu leben.</p>
<p>Daher werden sie zumindest für diese Altersspanne separiert untergebracht. Dies gewährleistet ab dem kommenden Sommer der Heidelberger Zoo. In einem eigens zu diesem Zweck gebauten Elefantenhaus können die Jungbullen dieses schwierige Phase ihrer Entwicklung ungestört verbringen und im Anschluss für die Erhaltung ihrer Art eintreten. Dann werden sie nämlich in europäische Zoos verlegt, wo sie für Nachwuchs sorgen sollen.</p>
<p>Somit unterstützt das Projekt nicht nur eine problemlose Entwicklung der Jungbullen, sondern leistet ebenfalls seinen Beitrag zur Arterhaltung.</p>
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		<title>Wie sich Elefanten fortpflanzen&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 11:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elefans</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit einigen Jahren werden immer häufiger Elefanten in Zoos geboren. Das ist sehr erfreulich und wichtig um die Bestände von Zooelefanten zu sichern. Da die Dickhäuter vom Aussterben bedroht sind, ist es verboten sie in der freien Wildbahn zu fangen und die Bestände in Zoos werden so ausschließlich durch Geburten gesichert.
Die Fortpflanzung von Elefanten ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Jahren werden immer häufiger Elefanten in Zoos geboren. Das ist sehr erfreulich und wichtig um die Bestände von Zooelefanten zu sichern. Da die Dickhäuter vom Aussterben bedroht sind, ist es verboten sie in der freien Wildbahn zu fangen und die Bestände in Zoos werden so ausschließlich durch Geburten gesichert.</p>
<p>Die Fortpflanzung von Elefanten ist wohl fast so komplex wie die von Menschen. Werden ein männlicher und ein weiblicher Elefant zusammen gebracht, zeugen diese nicht zwangsläufig Nachkommen. Es hängt viel von gegenseitigen Sympathien ab. Zwar suchen sich die Weibchen meist ihre männlichen Partner aus, kann sich ein Weibchen jedoch nicht richtig zur Wehr setzen, kann es auch Opfer einer Vergewaltigung werden. Für die Zuchtbemühungen ist es wichtig mehrere Elefantenbullen zur Zucht zur Verfügung zu haben um auf die individuellen „Vorlieben“ der Weibchen eingehen zu können. Hier leistet der Zoo Heidelberg mit seinem neuen Elefantenhaus einen entscheidenden Beitrag.</p>
<p>Ist die Paarung geglückt, trägt ein Elefantenweibchen ganze 22 Monate. Normalerweise brauchen die Elefantenkühe keine Geburtshilfe vom Menschen, in freier Wildbahn schaffen sie es ja auch alleine. Jedoch werden die Kühe dort und auch in Zoos von ihren Tanten, Schwestern und Müttern tatkräftig unterstützt. Für eine Elefantenkuh, die das erste Mal kalbt, ist die Geburt eine Extremsituation. Deshalb unterstützen sie die anderen Kühe, z.B. indem sie ihr den Rüssel auf den Rücken legen um sie zu beruhigen. Falls die Geburt sehr schmerzhaft ist, kann es passieren, dass die Mutter aus diesem Schmerz heraus ihr eigenes Kalb angreift. Auch hier helfen die anderen Elefantenkühe und beschützen das Jungtier und helfen ihm auf die Beine.</p>
<p>Hat eine Elefantenkuh die Geburt einmal ohne die Hilfe eines Menschen durchgezogen, stehen die Chancen gut, dass auch die folgenden Geburten problemlos ablaufen. Ist die Kuh jedoch durch den direkten Kontakt zum Menschen auch an dessen Hilfe bei der Geburt gewöhnt, wird sie sie wohl auch in Zukunft brauchen.</p>
<p>Vieles vom Sozialverhalten von Elefanten gerade in Zeiten der Geburt ist noch unerforscht. So stellen uns die schwersten Landsäugetiere vor viele spannende Rätsel, die es zu lösen gilt. Was die Dickhäuter ja aber eigentlich noch viel faszinierender macht…</p>
<p>Quelle: <a title="Elefanten-Lexikon" href="http://www.upali.ch/" target="_blank">Elefanten-Lexikon</a></p>
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		<title>Haltungskonzepte von Elefanten in Zoos</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 11:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elefans</dc:creator>
				<category><![CDATA[blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Jungbullengruppe im Heidelberger Zoo werden im Protected Contact gehalten. Was genau das bedeutet und welche Haltungskonzepte es für Zooelefanten gibt, wird dieser Blog erläutern. 
Die Haltungsarten von Elefanten haben sich im Laufe der Zeit gewandelt. Zur Zeit gibt es in Zoos drei verschiedene Haltungsarten: Free Contact, Protected Contact und Offhand Mangement.
Free Contact bezeichnet den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Jungbullengruppe im Heidelberger Zoo werden im Protected Contact gehalten. Was genau das bedeutet und welche Haltungskonzepte es für Zooelefanten gibt, wird dieser Blog erläutern. </em></p>
<p>Die Haltungsarten von Elefanten haben sich im Laufe der Zeit gewandelt. Zur Zeit gibt es in Zoos drei verschiedene Haltungsarten: Free Contact, Protected Contact und Offhand Mangement.</p>
<p>Free Contact bezeichnet den direkten Kontakt der Pfleger mit den Elefanten, das heißt der Pfleger betritt das Gehege der Elefanten. Die Pflege und die Behandlung von Verletzungen können so von Pflegern und Tierärzten direkt am Tier durchgeführt werden. Der Free Contact setzt eine gute Erziehung und eine große Vertrauensbasis zwischen Elefant und Pfleger voraus. Ist das Vertrauen gestört, kann dies zu Unfällen führen. Elefantenkühe sind im Gegensatz zu Bullen umgänglicher und berechenbarer.</p>
<p>Protected Contact wurde eingeführt um die Gefahren des Free Contact zu minimieren. Pfleger und Elefant werden durch eine sichere Absperrung voneinander getrennt, die Elefanten können aber dennoch durch die Abtrennung trainiert werden. Die Haltung der Elefanten ist so näher an den Lebensumständen in freier Wildbahn angelehnt. Die Rangordnung in einer Elefantenherde kann natürlich ausgehandelt werden, ohne dass sich ein Pfleger durch seine Dominanz an die Spitze der Herde setzt. Die Elefanten selbst leben selbstständiger und lernen sich selbst zu pflegen und untereinander zu beschäftigen. Protected Contact führt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen im Vergleich zum Free Contact zu einer Erhöhung der Lebensqualität einer Elefantengruppe. Deshalb wird dieses Haltungskonzept auch in der neuen Jungbullen-WG im Heidelberger Zoo angewandt.</p>
<p>Offhand-Management bezeichnet ein Haltungskonzept, das keinen Kontakt zwischen Elefanten und Pflegern vorsieht. So werden die Elefanten nicht durch den Menschen beeinflusst und deshalb auch nicht trainiert. Dieses Haltungskonzept ist nur in großen Naturparks oder Reservaten durchführbar. In Zoos ist es aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse nicht möglich, da sich die Elefanten bei Konflikten innerhalb der Gruppe nicht aus dem Weg gehen können. Dieses Haltungskonzept ist den Leben der Elefanten in freier Wildbahn am nächsten.</p>
<p>Quelle: <a title="Elefanten-Lexikon" href="http://www.upali.ch/" target="_blank">Elefanten-Lexikon</a></p>
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		<title>Das Konzept des neuen Elefantenhauses in Heidelberg</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 11:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elefans</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist bisweilen eine Kunst, aus der Not eine Tugend zu machen. Glücklicherweise fanden sich im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm und dem Heidelberger Zoo gleich mehrere Akteure, die diese Kunst scheinbar mühelos beherrschen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist bisweilen eine Kunst, aus der Not eine Tugend zu machen. Glücklicherweise fanden sich im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm und dem Heidelberger Zoo gleich mehrere Akteure, die diese Kunst scheinbar mühelos beherrschen.</p>
<p>Es ist ein weithin bekanntes Problem, dass in den letzten Jahren und Jahrzehnten zwar immer häufiger junge Elefanten in den Zoologischen Gärten Europas geboren werden, es gerade bei den Jungbullen aber große Probleme bei der Unterbringung gibt. Während die Weibchen problemlos in der Geburtsgruppe bei ihren Müttern, Tanten und Schwestern bleiben können, verlassen junge Bullen im Freiland etwa mit 4-5 Jahren ihre Herde. Sie leben dann zeitweise in Junggesellengruppen zusammen oder dürfen sich nur ganz am Rand einer Herde aufhalten, bis sie alt genug sind, um selbst als Zuchtbullen akzeptiert zu werden.</p>
<p>Für die in den Zoos geborenen Jungbullen ist dies eine schwierige Zeit – in ihrer Geburtsgruppe werden sie nicht mehr akzeptiert, als Zuchtbullen sind sie noch zu jung. Um diesen &#8220;Elefanten-Teenies&#8221; eine möglichst natürliche Haltung zu bieten, wird der Zoo Heidelberg im neuen Elefantenhaus eine kleine Gruppe junger Elefantenbullen im Alter zwischen 4 und 12 Jahren halten. Nach einigen Jahren unter Ihresgleichen ziehen die Tiere im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms in andere Zoos, um dort als Zuchtbullen für eigenen Nachwuchs zu sorgen.</p>
<p>So ist der Neubau des Elefantenhauses in Heidelberg ein neues Konzept für eine “Jungbullen-WG”, das bis Mitte des Jahres 2010 fertiggestellt wird.</p>
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		<title>Beschäftigung von Elefanten in Zoos &#8211; Stichwort Enrichment</title>
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		<pubDate>Wed, 12 May 2010 11:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elefans</dc:creator>
				<category><![CDATA[blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Moderne Haltungskonzepte sehen vor Elefanten in Zoos zu beschäftigen um Langeweile und daraus resultierende Verhaltensstörungen zu vermeiden. Das Stichwort heißt Enrichment, also eine Bereicherung der Lebensqualität der Elefanten. Doch wie sieht Enrichment in der Praxis aus? 
In der freien Wildbahn beschäftigen sich Elefanten mit Futter- und Wassersuche, Partnersuche, der Aufzucht von Jungen, und der Verteidigung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Moderne Haltungskonzepte sehen vor Elefanten in Zoos zu beschäftigen um Langeweile und daraus resultierende Verhaltensstörungen zu vermeiden. Das Stichwort heißt Enrichment, also eine Bereicherung der Lebensqualität der Elefanten. Doch wie sieht Enrichment in der Praxis aus? </em></p>
<p>In der freien Wildbahn beschäftigen sich Elefanten mit Futter- und Wassersuche, Partnersuche, der Aufzucht von Jungen, und der Verteidigung ihres Reviers. In Zoos fallen viele dieser Punkte weg. Die Elefanten bekommen ihr Futter und Wasser vom Pfleger gebracht, das Revier ist vorgegeben und die Partnerwahl ist auch durch die Zusammenstellung der Elefantengruppe begrenzt. So kann bei den Zooelefanten schnell Langweile einkehren, die zu sozialen Spannungen in der Gruppe oder Verhaltensstörungen der Elefanten führen kann, z.B. Weben (ein monotones Hin- und Herschaukeln des Tiers).</p>
<p>Beschäftigungsmöglichkeiten von Elefanten in Zoos sind in erster Linie die tägliche Pflege und das Training der Elefanten durch den Pfleger. Das Gehege der Elefanten sollte zudem entsprechende Beschäftigungsmöglichkeiten bieten, wie z.B. Wasserstellen, Lehmsuhlen oder Kratzbäume. Auch mit der Futtersuche können die Zooelefanten eine Weile beschäftigt werden. Das Futter besteht meist aus Ästen zur Abnutzung der Backenzähne und Heu. Besondere Leckereien sind Obst und Gemüse.</p>
<p>Desweiteren können die Dickhäuter mit entsprechendem Spielzeug beschäftigt werden. Alte Reifen können z.B. hin- und hergeschleudert werden. Bälle bieten auch ein großes Potential. Zum einen können sie herumgerollt werden, zum anderen können spezielle Futterbälle die Nahrungssuche interessanter machen.</p>
<p>Der wichtigste Teil der Beschäftigung von Elefanten ist aber natürlich die Haltung in einer Gruppe, da sich die Elefanten untereinander beschäftigen können. Da darauf in der neuen Jungbullen WG in Heidelberger Zoo besonderen Wert gelegt, werden die Elefanten auch im sogenannten „Protrected Contact“ gehalten. Eine genauere Erklärung zu diesem modernen Haltungskonzept liefern wir im nächsten Blog!</p>
<p>Quelle: <a title="Elefanten-Lexikon" href="http://www.upali.ch/" target="_blank">Elefanten-Lexikon</a></p>
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		<title>Interview mit dem Elefantenpfleger Stefan Geretschläger – Teil 5</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 11:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elefans</dc:creator>
				<category><![CDATA[blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Elefantenpfleger Stefan Geretschläger schaut mit uns in dem insgesamt fünfteiligen Interview hinter die Kulissen und liefert und spannende Infos rund um die Dickhäuter und natürlich das neue Elefantenhaus im Heidelberger Zoo. Diese Woche: Geburtshilfe bei Elefanten.
Wie ist es mit Jenny und Ilona, ist da eine Schwangerschaft geplant?
Nein, Ilona ist ja schon 50, die wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Elefantenpfleger Stefan Geretschläger schaut mit uns in dem insgesamt fünfteiligen Interview hinter die Kulissen und liefert und spannende Infos rund um die Dickhäuter und natürlich das neue Elefantenhaus im Heidelberger Zoo. Diese Woche: <strong>Geburtshilfe bei Elefanten</strong>.</em></p>
<p><strong>Wie ist es mit Jenny und Ilona, ist da eine Schwangerschaft geplant?</strong></p>
<p>Nein, Ilona ist ja schon 50, die wird nicht mehr aufnehmen und Jenny ist zwar erst 27, hat aber körperliche Gebrechen, die eine Schwangerschaft nicht zulassen. Sie stand 10 Jahre mit einem erfolgreich züchtenden Bullen zusammen, hat aber nie aufgenommen oder wurde auch nie von dem Bullen als Sexualpartnerin angesehen. Da gibt es auch sehr große Sympathie oder Desinteresse bei Elefanten. Es ist nicht einfach so, dass man ein Männchen und ein Weibchen in ein Gehege stellt und 22 Monate später haben wir ein Jungtier. Die Weibchen suchen sich ihre Geschlechtspartner aus. Deshalb ist es für Zoos auch wichtig genügend Bullen zu haben, denn wenn es mit dem einen nicht läuft, müssen wir eben den nächsten holen.</p>
<p><strong>Die Weibchen suchen sich das also aus.</strong></p>
<p>Es gibt auch den Fall, dass die Bullen sich ihr Recht nehmen. Es ist tatsächlich so, dass ein sehr dominanter Bulle, der auf eine Kuh trifft, die sich nicht wehren kann, die auch vergewaltigt. Das ist auch bei Elefanten möglich. Eine Bulle versucht es natürlich immer und wenn ein Weibchen sich wehren kann, durch eine relativ hohe Dominanz oder eine körperliche Gegenwehr, hat sie gute Chancen und wenn nicht, dann nimmt sich der Bulle einfach sein Recht. Aber das machen auch Rinder, Tiger oder Menschenaffen.</p>
<p><strong>Und brauchen die Kühe im Zoo Geburtshilfe?</strong></p>
<p>Das kommt drauf an, wie sie es gelernt haben. Im Prinzip braucht der Elefant den Menschen dafür nicht. Die Elefantenkuh hat ja ihre Schwestern, ihre Tanten und die leisten aktive Geburtshilfe. Eine Erstgebärende, die im Idealfall mit 11 aufgenommen hat, und mit knapp 13 ihr erstes Jungtier bekommt, steht vor einer Extremsituation. Man hat im Zoo schon beobachtet, dass die Mutter und die Tante diese Erstgebärende im Zoo wirklich aktiv unterstützen. Man weiß darüber aber relativ wenig, man sieht das dann immer nur. Sie versuchen beispielsweise das Jungtier zu schützen. Denn es kommt leider immer wieder vor das die Mutter, wohl aus dem großen Geburtsschmerz heraus, nach der Geburt das eigene Jungtier attackiert. Das ist ein großes Problem in Zoos. Aber wenn die Kühe die Geburt einmal erfolgreich durchgezogen haben, sind die Chancen sehr gut, dass sie das alles beim nächsten Mal selber machen. Ich war auch mal bei einer Geburt dabei, da haben die Tanten dem Jungtier auf die Füße geholfen und haben die Mutter ein bisschen beruhigt, also dann Rüssel auf ihren Rücken gelegt und so weiter. Im Jahr 2010 können wir zwar zum Mond fliegen, aber wir wissen noch sehr wenig über das Sozialverhalten von vielen Tierarten, gerade bei Elefanten steht man oft vor einem großen Fragezeichen. Es gibt kein Buch oder keine Richtlinie, wie man erfolgreich Elefanten hält oder züchtet.</p>
<p>So ist es oft in der Tierpflege, man muss immer ausprobieren, Sachen neu testen, und sehen, ob sie sich bewähren. Auch in der Ausbildung zum Tierpfleger kriegt man einen gewissen Einblick, aber die Erfahrung wie du Tiere wirklich pflegst und hältst, kriegst du erst durch die Berufserfahrung.</p>
<p><strong>Wie läuft den die Ausbildung zum Pfleger ab, was sind Voraussetzungen?</strong></p>
<p>Schulische Voraussetzungen sind ein Realschulabschluss, das wäre wünschenswert. Es ist eine dreijährige Blockausbildung mit Praxis und Blockunterricht in der Schule. Nach 3 Jahren macht man eine Prüfung und ist dann Tierpfleger. Wie eine Lehre zum Schreiner oder zu anderen Handwerksberufen. Die Interessen der einzelnen Tierpfleger gehen auseinander, ich habe mich schon in der Lehre für Elefanten interessiert, aber der andere geht zu Reptilien oder interessiert sich für Vögel. Das ist das Schöne, jeder kann da eben sein Gebiet auswählen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Wir danken Stefan Geretschläger vielmals für das Interview!</strong></p>
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		<item>
		<title>Interview mit dem Elefantenpfleger Stefan Geretschläger &#8211; Teil 4</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 15:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elefans</dc:creator>
				<category><![CDATA[blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Elefantenpfleger Stefan Geretschläger schaut mit uns in dem insgesamt fünfteiligen Interview hinter die Kulissen und liefert und spannende Infos rund um die Dickhäuter und natürlich das neue Elefantenhaus im Heidelberger Zoo. Diese Woche: Die Jungbullen WG in Heidelberg.
Zu Jenny und Ilona in Karlsruhe, wie geht es denen?
Super. Also für die beiden, Jenny und Ilona, war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Elefantenpfleger Stefan Geretschläger schaut mit uns in dem insgesamt fünfteiligen Interview hinter die Kulissen und liefert und spannende Infos rund um die Dickhäuter und natürlich das neue Elefantenhaus im Heidelberger Zoo. Diese Woche: <strong>Die Jungbullen WG in Heidelberg</strong>.</em></p>
<p><strong>Zu Jenny und Ilona in Karlsruhe, wie geht es denen?</strong></p>
<p>Super. Also für die beiden, Jenny und Ilona, war das eine sehr gute Entscheidung, weil sie in Karlsruhe wieder auf Artgenossen getroffen sind, was wir ihnen hier erstmal nicht hätten bieten können. Und ein alter Zirkuselefant wie Ilona, die durch halb Europa gewandert ist, hat sich trotz ihres hohen Alters mit fast 50 wirklich gut dort eingelebt und eine leitende Position eingenommen. Jenny ist ein unkomplizierter Elefant und relativ jung, sie hat da weniger Probleme. Unsere Hauptsorge war Ilona, die auch vom Alter her relativ reif ist, aber beide sind damit super klargekommen.</p>
<p><strong>Die Jungbullen kommen ja jetzt nach Heidelberg, aber sie sollen auch nach einiger Zeit an andere europäische Zoos abgegeben werden. Wie lange sollen sie denn in Heidelberg bleiben?</strong></p>
<p>Grob, etwa 10 Jahre. Im Normalfall sollen sie mit 5 oder 6 herkommen und dann mit spätestens 15 aus Heidelberg weiterziehen in einen Zoo, in dem sie dann als Zuchtbulle gebraucht werden. Das ist der Plan. Momentan ist es so, dass man die Weibchen-Herden nicht mehr auseinandernimmt. Früher hat man eine Elefantenkuh zum Decken irgendwo hingefahren, hat sie in eine Kiste gepackt und von Zoo A zu Zoo B gefahren. Dort wurde sie zu einem Bullen gestellt und im besten Fall gedeckt und dann wurde sie wieder zu ihrer Gruppe zurückgebracht. Jetzt ist man darauf gekommen, dass das für die Kuh unheimlich viel Stress ist. Die Elefanten haben ein extrem enges Sozialverhalten. Die Familie passt aufeinander auf, und jede Herde hat auch ihre Matriarchatin, die die ganze Gruppe führt. Da ist es eben doof, wenn man ein einzelnes Tier rausnimmt, hat man festgestellt. Und mittlerweile ist es so, dass man den sowieso einzelgängerisch veranlagten Bullen in eine Kiste packt und zu den Mädels hinfährt. Er macht dann die ganze Gruppe glücklich, wird wieder rausgenommen, in einen anderen Zoo verfrachtet oder bleibt eine zeitlang in dem Zoo bei den Weibchen. Man muss immer beachten, welche Möglichkeiten der Zoo hat einen Bullen zu halten. Wie angesprochen kann man einen Bullen, wenn er mal ausgewachsen ist und knapp 6 Tonnen wiegt, nicht auf jeder Anlage halten. Nicht jede Anlage die kuhsicher ist, ist auch unbedingt bullensicher, man muss darauf achten, dass sie die entsprechenden Vorraussetzungen mitbringt.</p>
<p><strong>Es gibt dann aber sozusagen einen Blockwechsel, also es werden immer alle Jungbullen auf einmal ausgetauscht?</strong></p>
<p>Nein, das kann im fliegenden Wechsel passieren. Wenn ein Tier zwischen 13 und 15 ist und ein anderer Zoo  braucht einen Bullen, wird der Bulle aus der Gruppe herausgenommen und in diesen Zoo gefahren. Wir bekommen dann natürlich wieder einen Kleineren. Im Idealfall, so wünschen wir uns das, ist das ein ständiger Zyklus. Der eine kommt, der andere geht. So ist es auch in der freien Natur, die Bullen sind nicht starr von 7 bis 18 zusammen. Einer ist etwas frühreif und geht schon mit 15 das Einzelgängerleben ein, der andere sucht noch bis er 20 ist Kontakt zu Gleichgesinnten, also zu anderen Bullen und hat gar kein Problem mit ihnen. Man muss immer individuell beachten wie die Bullen drauf sind.</p>
<p><strong>Wie lange dauert den die Akzeptanzphase eines neuen Bullen?</strong></p>
<p>Das hängt davon ob, wie der neue Bulle körperlich gebaut ist. Bei Elefanten ist der, der die meiste Masse mitbringt auch das dominanteste Tier. Es gibt natürlich auch jüngere Bullen, die im Kopf ziemlich selbstbewusst sind, körperlich aber nichts dagegen setzen können. Es kann sein, dass die sich etwas länger wehren und immer wieder den Konflikt mit dem ranghöchsten Tier suchen, weil sie sich da durchboxen wollen. Es liegt eben in ihrer Natur sich möglichst an die Spitze der Gruppe zu setzen bzw. ihre Dominanz in der Gruppe auszubauen.</p>
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		<title>Interview mit dem Elefantenpfleger Stefan Geretschläger &#8211; Teil 3</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 11:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elefans</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Elefantenpfleger Stefan Geretschläger schaut mit uns in dem insgesamt fünfteiligen Interview hinter die Kulissen und liefert und spannende Infos rund um die Dickhäuter und natürlich das neue Elefantenhaus im Heidelberger Zoo. Diese Woche: Die Unterschiede zwischen asiatischen und afrikanischen Elefanten.
Wie stark sind asiatische Elefanten bedroht?
Wir haben in den 80er Jahren angefangen den Kontinent Afrika [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Elefantenpfleger Stefan Geretschläger schaut mit uns in dem insgesamt fünfteiligen Interview hinter die Kulissen und liefert und spannende Infos rund um die Dickhäuter und natürlich das neue Elefantenhaus im Heidelberger Zoo. Diese Woche: <strong>Die Unterschiede zwischen asiatischen und afrikanischen Elefanten</strong>.</em></p>
<p><strong>Wie stark sind asiatische Elefanten bedroht?</strong></p>
<p>Wir haben in den 80er Jahren angefangen den Kontinent Afrika unheimlich zu schützen, auch die Elefanten. Dort haben sich die Populationen wieder so gut erholt, dass wir mittlerweile in manchen Gebieten zu viele Elefanten haben. Insofern ist der Zoo-Trend jetzt auf den mehr bedrohten asiatischen Elefanten gekommen. Asien ist ja ein wirtschaftlich explodierendes Land, da wird selbst in Ländern wie Burma, die keine so starke Wirtschaft haben, den Elefanten Land weggenommen. Konkret spreche ich von der Abholzung des Regenwaldes, der der natürliche Lebensraum des Elefanten ist. Die Problematik ist das wir in Asien teilweise rapide Rückgänge von Wildbeständen haben. Die Zoos versuchen jetzt den Fokus von Afrika auf Asien umzulagern um den asiatischen Elefanten mehr zu schützen, weil er extrem bedroht ist durch Wilderer und durch die Zerstörung seines Lebensraums. Das ist ein großes Thema für uns.</p>
<p><strong>Um auch dem Besucher zu zeigen das Elefant nicht gleich Elefant ist.</strong></p>
<p>Genau, für die meisten Besucher sind alle Elefanten gleich, aber es sind natürlich zwei verschiedene Arten. Sie sehen sich vielleicht ähnlich, sind aber nicht untereinander kreuzbar. Man kann keinen afrikanischen Elefanten mit einem asiatischen Elefanten verpaaren und so Tiere zeugen.</p>
<p><strong>Was sind weitere Unterschiede zwischen afrikanischen und asiatischen Elefanten, abgesehen vom äußeren Erscheinungsbild?</strong></p>
<p>Ein afrikanischer Elefant hat eine ausdrucksstarke Körpersprache. Er streckt gerne seine großen Ohren weg und bewegt sich allgemein schneller als ein asiatischer Elefant. Wenn man mit ihm arbeitet ist das ein anderes Handling, es ist sensibler. Der asiatische Elefant ist seit 4000 Jahren in Menschenhand, weil er sehr zuverlässig ist. Asiatischen Elefanten sagt man nach sie seien im Vergleich zu Afrikanern ruhiger. Es gibt da natürlich auch individuelle Unterschiede, aber generell kann man das schon so sagen. Ein asiatischer Elefant ist einfach straight on und ein afrikanischer lässt sich doch schneller mal aus der Ruhe bringen oder ist relativ schnell aufbrausend. Auf der anderen Seite, gut für den Pfleger, ist der afrikanische Elefant noch verfressener als der asiatische. Mit einem kleinen Stück Zucker kann ich bei einem Afrikaner schon einen Handstand verursachen &#8211; so einfach ist es natürlich nicht. Bei einem asiatischen Elefant kann es schon sein, dass sie sehr resistent Futter gegenüber sind und wenn sie nicht wollen, dann wollen sie halt nicht. Man kann das immer schwer pauschalisieren, aber das sind so ein paar unterschiedliche Eigenschaften.</p>
<p><strong>Was fressen denn Elefanten?</strong></p>
<p>Der asiatische Elefant bekommt von uns grundsätzlich Heu, Stroh und Äste. Das sind seine Grundnahrungsmittel. Wir haben leider in Zoos immer das Problem mit übergewichtigen Elefanten. Das kann natürlich sehr schnell passieren, weil wir Pfleger &#8211; das kennt man ja aus seiner eigenen Tierhaltung &#8211; den Elefanten öfter mal was zustecken. Das Problem ist das Zooelefanten sich natürlich weniger bewegen als ihre Artgenossen in freier Wildbahn und dann eigentlich auch weniger brauchen. Das Grundfutter besteht also aus Stroh, Heu, Ästen und wenn man ein ganz lieber Pfleger ist, kann man ihnen noch Obst und Gemüse servieren. Bei uns ist es so, dass die Elefanten solche Leckerbissen nur durch Arbeit bekommen. Ein Eimer Obst ist z.B. in einem Ball, der in 3 Metern Höhe aufgehängt ist, und die Elefanten müssen sich anstrengen an ihn ranzukommen und den Ball schütteln. So regt man auch wieder den Geist der Elefanten an. Kleinere Elefanten kommen vielleicht nicht so hoch und holen sich irgendwelche Dinge, Steine oder anderes Spielzeug, auf dem sie stehen können um das Obst zu erreichen. Wir versuchen unsere Elefanten satt zu füttern, aber für Leckereien müssen sie sich besonders anstrengen.</p>
<p><strong>Und welche Mengen frisst ein Elefant so?</strong></p>
<p>Also um ihn satt zu machen braucht ein ausgewachsener Elefant etwa 100kg pro Tag. Also Heu, Stoh und Äste, wobei Äste ja eigentlich nur Ballaststoffe sind, die kann man nicht so rechnen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Wie viel ist das dann in Schubkarren ausgedrückt?</strong></p>
<p>Wenn du gut packst, fährst du zwei Schubkarren am Tag rein, also 30 kg Heu, 20 kg Stroh und dann nochmal 50-60 kg Äste. Da kommt schon was zusammen. Elefanten sind dazu noch schlechte Futterverwerter, sie haben einen Darmdurchlauf von knapp 48h, also das kommt wieder relativ schnell raus und teilweise auch nur anverdaut. Du fährst also das ganze Zeug, das du rein geschleppt hast, auch so wieder raus.</p>
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		<title>Interview mit dem Elefantenpfleger Stefan Geretschläger &#8211; Teil 2</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 11:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elefans</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Elefantenpfleger Stefan Geretschläger schaut mit uns in dem insgesamt fünfteiligen Interview hinter die Kulissen und liefert und spannende Infos rund um die Dickhäuter und natürlich das neue Elefantenhaus im Heidelberger Zoo. Diese Woche: Bullenhaltung in Zoos.
Du hast vorhin schon einige Schwierigkeiten bei der Haltung angesprochen. Gibt es noch weitere speziell bei der Haltung von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Elefantenpfleger Stefan Geretschläger schaut mit uns in dem insgesamt fünfteiligen Interview hinter die Kulissen und liefert und spannende Infos rund um die Dickhäuter und natürlich das neue Elefantenhaus im Heidelberger Zoo. Diese Woche: <strong>Bullenhaltung in Zoos</strong>.</em></p>
<p><strong>Du hast vorhin schon einige Schwierigkeiten bei der Haltung angesprochen. Gibt es noch weitere speziell bei der Haltung von Jungbullen?</strong></p>
<p>Die Erfahrung bei der Haltung von Jungbullen ist eigentlich ziemlich beschränkt. Man hat in Europa zwei Einrichtungen, die in dieser Hinsicht seit längerem Erfahrungen gesammelt haben, in Holland in Eindhoven und in Spanien in Sevilla. Die Problematik ist das Bullen im Erwachsenenalter Einzelgänger sind und sich dieses Einzelgänger-Dasein schon in der Jugend ausprägt. Im Vergleich zu den Weibchen, diese suchen eher den sozialen Kontakt und lernen schon mit drei, vier Jahren auf ihre anderen Geschwister aufzupassen. Sie beobachten ihre Mütter und wie sie mit den Jungtieren umgehen. Die Bullen interessiert das gar nicht, sie müssen kämpfen um stärker zu werden und sich durchsetzten. Ihr Hauptfokus ist es sich irgendwann fortzupflanzen und drauf spezialisiert sich quasi das ganze Leben eines Elefantenbullen. Die Herausforderung für uns in Heidelberg ist die Jungbullen sozial aufwachsen zu lassen, aber auch so, dass sie keinen Schaden daran nehmen. Denn wir sind ein Zoo, der Platz ist begrenzt und wenn es mal richtig kracht, ist natürlich auch die Ausweichmöglichkeit begrenzt.</p>
<p><strong>Es gibt auch Aspekte, die bei der Konstruktion des neuen Elefantenhauses beachtet werden müssen, z.B. mit extra dicken stahlverstärkten Wänden, oder?</strong></p>
<p>Genau, man muss damit rechnen, dass ein Elefantenbulle bis zu 7 Tonnen schwer werden kann, wenn er ausgewachsen ist. Darauf müssen auch die baulichen Gegebenheiten ausgerichtet sein, so dass ein Elefant nicht einfach durch die Wand rennen kann. Die Wände werden auch drei Meter hoch, denn Elefanten haben einen Rüssel von 2,50 Meter Länge. Die ganzen Sicherheitsmaßnahmen sind extrem hoch. Dazu kommt noch die hohe Intelligenz, denn Elefanten können Dinge erlernen, die sie sich z.B. abschauen. Wenn ich durch eine Tür gehe, schaut sich der Elefant zehnmal an, ob ich sie abgeschlossen oder gesichert habe und wenn ich es beim 11. Mal vergessen habe, versucht er irgendwie rauszukommen. Bei der Bullenhaltung ist es also das oberste Gebot, dass man extrem auf Sicherheit achtet.</p>
<p><strong>Wir haben über das unterschiedliche Verhalten von Elefanten in freier Wildbahn und in Zoos gesprochen. Gibt es bestimmte Besonderheiten für die Pflege von Elefanten in Zoos?</strong></p>
<p>Die Tradition ist ja wie angesprochen der direkte Kontakt, da waren auch elementare Dinge wichtig, wie die Körperpflege. Es war die Aufgabe des Pflegers, dass er die Elefanten mit Schlauch und Schrubber reinigt und sicherstellt, dass sie sauber sind. Man muss den Tieren jetzt, wenn man nicht mehr zu ihnen reingeht, trotzdem die Möglichkeit geben sich zu pflegen. Man weiß, dass das Elefanten auch tatsächlich lernen. Es gibt Elefanten, die über 50 sind und von Geburt an in Menschenhand gehalten wurden und sich nicht selbst pflegen können. Sie haben kein Bewusstsein dafür ab und zu mal ins Wasser zu gehen und sich mit Sand zu beschmeißen und zu schubbern. Das ist ein Defizit, die Tiere müssen sich das von Anfang an selbst beibringen.</p>
<p><strong>Und was haben die Elefanten hier für Möglichkeiten?</strong></p>
<p>Wir haben z.B. zwei Badebecken, eine Sandhalle, eine Sandbox und eine Außenanlage mit Sand. Die Tiere, die wir wahrscheinlich bekommen werden, sind auch noch relativ jung und kommen auch aus einer solchen Protected Contact Haltung. Sie haben sich die Pflege auch bei ihren Eltern und größeren Geschwistern abgeschaut und gelernt.</p>
<p><strong>Steht schon fest, welche Jungbullen nach Heidelberg kommen?</strong></p>
<p>Noch nicht 100%. Wir haben einige Kandidaten ausgewählt, die es werden könnten, aber es ist noch nichts definitiv abgeschlossen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Kannst du kurz gegenüberstellen wie der Tagesablauf eines Elefantenpflegers und eines Elefanten aussieht?</strong></p>
<p>Der Elefant im Zoo hat ja in der Regel ein recht relaxtes Leben. Er wird morgens von seinem Pfleger abgetränkt, abgefüttert und dann auf die Außenanlage gelassen. Ein Elefant frisst sehr gern und sehr viel, deshalb werden sie weiterhin mit Futter beschäftigt, während ich die Futterreste (und was hinten rauskommt) wegmache. Danach hat der Elefant wieder mit mir einen gemeinsame Zeit beim Training oder der Körperpflege, also waschen, Fußpflege oder andere medizinische Behandlungen. Dann hat der Elefant wieder Freizeit und ich richte für den Abend wieder Futter her oder mache z.B. wie jetzt Öffentlichkeitsarbeit für den Elefanten. Ich bin also acht Stunden beschäftigt, der Elefant im besten Fall auch, aber eher mit Fressen, Spielen, Baden und was er sonst noch gerne macht.</p>
<p><strong>Wie viel Zeit habt ihr am Tag um mit den Elefanten zu trainieren?</strong></p>
<p>Das Training ist ein Teil der Zeit, die ich mit dem Elefanten habe. Wenn man am Tag eine Stunde Zeit hat um mit dem Elefanten zu trainieren, ist das gut. Man muss auch darauf achten, dass man den Elefanten nicht überreizt. Wenn man 1 ½ Stunden intensiv mit ihm arbeitet &#8211; was auch extrem lang ist &#8211; dann ist der Elefant danach geistig erschöpft. Für ihn ist das auch eine Konzentrationssache um die ganzen Kommandos umzusetzen. Im Idealfall ist man zwei Stunden am Tag wirklich am Tier beschäftigt. Den Rest vom Tag, also 6 Stunden ist man um den Elefanten herum beschäftigt, also z.B. mit Futter richten, sauber machen, alles was eben dazugehört.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Welche Möglichkeiten bekommen die Elefanten denn im Elefantenhaus um sich selbst zu beschäftigen?</strong></p>
<p>Enrichment ist im Heidelberger Zoo schon lange ein großes Thema. Das fängt z.B. an bei Futterbällen, die Elefanten müssen sich durch Schütteln des Balles, der ein Loch hat, ihr Futter erarbeiten. Dadurch dass ich nicht mehr zu den Elefanten reingehe, kann man davon ausgehen, dass die Elefanten sich untereinander viel beschäftigen. Gerade bei Jungbullen sind da die angesprochenen Kämpfchen. Da rennen sie schonmal eine Stunde über die Anlage und toben sich aus. Aber grade auch Jungtiere legen sich mal zwei Stunden auf der Außenanlage hin. Sie rennen nicht 24 Stunden am Tag über die Anlage, sie haben ihre Spielzeiten, ihre Ruhephasen und daraus ergibt sich dann der ganze Tagesablauf der Elefanten. Ich als Pfleger komme immer wieder dazu, mache Fußpflege oder irgendwelche kleinen Kunststücke. Das kann man auch im Protected Contact trainieren, dass der Elefant mir irgendwelche Sachen aufhebt, und wieder abgibt. Diese Sachen versucht man immer wieder zwischenrein zu bauen. Die Erfahrungen mit der Bullenhaltung sind noch extrem gering, das ist momentan unsere Hauptproblematik. Wir müssen jetzt damit anfangen um dann später die Erfahrung auszuwerten.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Der Heidelberger Zoo hat also eine richtige Vorreiterrolle. Seid ihr dann quasi wirklich mit Dokumentation und wissenschaftlicher Arbeit beschäftigt?</strong></p>
<p>Genau, die Tierpfleger im Speziellen sind vor Ort um Informationen an die wissenschaftlichen Mitarbeiter im Zoo weiterzugeben und die fassen das dann in Textform. Es kann aber natürlich auch sein, dass Dr. Wünnemann (Direktor des Tiergarten Heidelberg) zu uns kommt mit einer Gruppe von Biologie-Studenten und wir machen dann zusammen Enrichment für die Elefanten und die Studenten werten das aus. Der Tierpfleger ist dann im Prinzip der erste Ansprechpartner für Wissenschaftler, Studenten und so weiter, die sich wissenschaftlich mit den Elefanten beschäftigen wollen.</p>
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